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Review Orkus


Für die einen ist es Schwachsinn, für die anderen die längste Realität der Welt: ein lebendig gewordenes Traumerlebnis, hochgefahren mit zum einen simpler Aneinanderreihung von Worten mit dem Resultat abstruser Songtitel, zum anderen eine Krumpelkiste, wirrem Erfahren einer chaotisch-brillanten Geräusch-, Stimmen- und Tonalwallfahrt. Kein Tag wie jeder andere, mag man spontan denken, und ja: Jaja Ungarinyin und nun zur Leiche am Ufer. Mit sicherer Hand führt das Sextett um Mirko Uhlig den Hörer ins Kraut-, Minimal- und Experimental-Milieu, bedient sich professioneller Ambient-Standbeine ebenso wie Neo Folk-Ansätzen als auch verkannter, verfremdeter - einfach irrwitziger bis absurder Samples. Diese Scheibe ist weder zu abgefahren respektive abgedreht, um sie nicht im Normalzustand durcherleben zu können, noch zu handelsüblich oder "platt krank", um sie ins Irren-Fach abzulegen. Erforschen tut Not!

Thomas Sonder

Einzeleinheit - Label für neue elektronische Musik.
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