Review Moderne Klangkunst
Erfrischend ideenreichen Ambient voller Dramatik und Melancholie bietet Martin Steinebach auf dieser CD seines neuen Projekts Compest. Nicht wenigen dürfte der Soundtüftler schon durch seine anderen drei Projekte Monoid, Conscienta Picatti und Stillstand bekannt sein. Mit „Kryptozoologie“ nun legt er ein aufwühlendes Album vor, das von der ersten bis zur letzten der insgesamt 45 Minuten reich an Facetten ist. Experimentelles Soundgefrickel reicht orchestraler und klassischer Instrumentierung die Hand. Steinebach legt wert auf klare Strukturen und lässt in der Produktion viel Luft. Jeder Sound ist gut im Klangspektrum positioniert, so dass nichts verschwimmt zu wabernden Klangmassen. Die Musik ist harmonisch genug zum Nebenbeihören und bietet genug zum Entdecken für intensives Zuhören.
Falk Lenn
