feindesland
Was bietet die Veröffentlichung: „ NAARMANN & NEITELER präsentieren Schwester Thelesitis“ dem interessierten Hörer? Wer nicht auf elektronische Musik steht, braucht ab hier nicht weiter zu lesen. Für Freunde der innovativen elektronischen Klänge ist weiterlesen sehr ratsam – wo werden noch Newcomer entdeckt, die Musik / Klänge machen, die bisher noch nicht auf dem Markt erhältlich waren? Hier! (Komisch, das diese Veröffentlichung noch keine größeren Kreise gezogen hat?) Innovation wurde immer schon zu recht hoch im Feindesland bewertet. NAARMANN & NEITELER passen hervorragend in das Schema „Innovation durch Vermischung verschiedener Genre“. Für Freunde des 70er Jahre Sounds und Liebhaber von Noise – Elementen dürfte diese Scheibe, ein absoluter Hörgenuss sein. Mich fasziniert besonders an diesem Werk, dass die guten alten Computerstimmen wie bei Kraftwerk / Tangerine Dream so gut eingebaut worden sind. Hervorragend abgestimmte musikalische Arrangements, auch die Noise – Elemente sind in diese Schema hervorragend eingebunden worden. Der zum Teil sehr hohe Noise – Anteil , wird einige Hörer / Käufer abschrecken, bloß wer neue Wege im elektronischen Sektor beschreiten möchte, kommt an diesem Album nicht vorbei. Die sehr fette Produktion, die den letzten Schliff von Dirk Fischer in den Skin Audio Studios in Den Haag erhalten hat, garantiert den Hörern ein unvergessliches Sounderlebnis.
Texte: Die Texte gehen in den Soundcollagen ein wenig unter, aber anhand der Trackbezeichnungen kann der Hörer die Intention der Stücke erahnen. Hier sollen wohl die Gefühle / oder das Leben einer Ordensschwester aufgezeigt werden.
Mein Anspieltipp für Euch ist die Nummer 5 auf diesem Album, mit dem Namen „Die Nebel lichten sich / Der kleine Tempel“. Eine sehr gute Verquickung aus Noise und Voicesamples, die an alte Filme und Computerspiele erinnert. Bestimmt der musikalisch Höhepunkt auf diesem innovativen Meisterwerk.
Raphael Feldmann
