Review Neo-Form
Ich vermute einfach mal, dass ich nicht die einzige sein werde, die bei dem Wort? Ihbaiklhikö einen Knoten in der Zunge bekommt. Das Cover ist schlicht gehalten, Titel werden nicht benannt, somit gibt uns der Künstler einen freien Interperationsspielraum. Doch warum bei Oberflächlichkeiten aufhalten, wenn sechs Titel darauf warten sich entfalten zu können.
Der erste Titel erinnert mich im ersten Moment an die Stücke Karl Runau`s, wenngleich wir hier noch mehr Strukturen finden werden, die ein melodiöses Lied ergeben. Bizarre elektronische Klänge entweichen meinen Lautsprechern. Telefontasten und Stimme begleiten die minimalistischen Klänge des nächsten Titels. Wir hören hier alle möglichen Frequenzen, die an einen uralten Computer erinnern, der versucht mit seinesgleichen zu Kommunizieren, oder einen Balztanz aufzuführen. Vogelgezwitscher kündigt nun Titel drei an. Gepaart mit scheinbar unkontrollierbaren, mechanischen Beats werden uns die Vögel über neun Minuten lang begleiten. Titel vier ist eingängig, jedoch nicht poppig. Die abgedreht, experimentellen Soundkollagen sind auch hier sehr vielfältig verstreut. Das vorletzte Lied wird durch langsam und entspannt klingenden Synthesizersounds eingeleitet. Im Hintergrund kann man bereits einen leisen und schnellen Takt hören, zur Mitte des Titels wird es sehr rhythmisch, elektronisch. Zum Ende hin treten dann die Synthis wieder in den Vordergrund, und es wird langsam ausgeloopt und ergibt einen perfekten Übergang zum letzten Titel - eine wellenartige Brücke zu den gewohnt experimentellen Klängen.
Fazit: eine Liebhaber Scheibe für alle, die es gerne experimentell mögen, überzeugen kann man sich außerdem mit den Hörproben des angegebenen Linkes.
By June
